Samstag, 12. September 2009

Neue Regelungen für die Riesterrente

Ganz frisch hat der europäische Gerichtshof entschieden, dass die Riesterrente in zwei Punkten umgestaltet werden muss. Einerseits müssen Rentner die nach dem Arbeitsleben ins Ausland ziehen die Riesterförderung nicht mehr zurückzahlen. Zweitens dürfen auch Arbenitnehmer die in Deutschland arbeiten aber im Ausland wohnen und dort Steuern zahlen die Riesterförderung in Anspruch nehmen.

Beides ist natürlich schön für die Betroffenen, scheint aber nicht ganz logisch, denn die Riesterförderung wird ja aus Steuermitteln der in Deutschland veranschlagten Steuerzahler bestritten und weshalb jemand der in Deutschland keine Steuer zahlt sondern im Ausland wohnt von der Riesterförderung profitieren soll, ist nicht ganz nachvolziehbar.

Sonntag, 2. August 2009

Die Berechnung der persönlichen Rente

Die gesetzliche Rentenversicherung informiert den Versicherungsnehmer immer wieder über die eingezahlten Beiträge und über die in der Zukunft zu erwartende Rentenhöhe. Zur Rentenberechnung werden Zeiten, in denen der Versicherungsnehmer Beiträge an die gesetzliche Rentenversicherung abgeführt hat, angerechnet. Außerdem wird die Höhe des Einkommens der letzten fünf Jahre zu Grunde gelegt. Da der Beitrag für die gesetzliche Rentenversicherung mittels eines Beitragssatzes in Prozent vom Einkommen des Versicherungsnehmers errechnet wird, ist der eingezahlte Beitrag selbstverständlich bei besser Verdienenden höher.
Zur Rentenberechnung wird eine einfache Formel verwendet: Rentenfaktor x persönliche Entgeltpunkte x aktueller Rentenwert = Monatsrente. Diese Formel sagt jedoch nichts über die in der Zukunft tatsächlich ausgezahlte Rente aus. Denn bis zum Rentenbeginn werden weiterhin Entgeltpunkte angespart und auch der Rentenfaktor sowie der Rentenwert ändern sich immer wieder. Aus diesem Grund kann die Rentenberechnung für die zukünftige Rente nur geschätzt werden.
Diese Rentenberechnung führt dem Versicherungsnehmer jedoch vor Augen, wie gering die zu erwartende Rente wohl ausfallen wird. Aus diesem Grund ist eine private Altersvorsorge unverzichtbar. Diese sollte jedoch auf die persönliche Situation abgestimmt sein. Hilfe bei der Entscheidung findet der Versicherungsnehmer bei Versicherungsmaklern und auf speziellen Internetseiten. Hier wird ein Versicherungsvergleich anhand der vom Versicherungsnehmer eingereichten Daten durchgeführt, sodass ein perfekt auf die Ansprüche des Versicherungsnehmers passendes Angebot erstellt werden kann.

Staatliche Förderung sichern

Durch die Riester-Rente hat der Pflichtversicherte die Möglichkeit, die Förderung vom Staat in Anspruch zu nehmen. Bei der Altersvorsorge durch Riester-Banksparpläne, Riester-Fondssparpläne und Riester-Rentenversicherungen wird dem Versicherungsnehmer eine staatliche Förderung in gesetzlich festgelegter Höhe zugesprochen. Diese Förderung wird auf das Rentenkonto des Einzelnen eingezahlt.
Die Förderung besteht für die Einzelperson. Ein verheirateter Versicherungsnehmer bzw. Sparer kann die den Fördervertrag an den Ehepartner ableiten. Das bedeutet, dass beide Ehepartner die volle Förderung pro Person beziehen. Auch für die eventuell vorhandenen Kinder wird die Riester Rente Förderung gezahlt. Dies ist jedoch nur bei Kindern der Fall, die noch Anspruch auf Kindergeld haben. Fällt der Anspruch auf Kindergeld weg, haben auch die Eltern keinen Anspruch mehr auf die staatliche Förderung der Riester-Rente.
Die Förderung ist unabhängig von dem geleisteten Eigenbeitrag. Es muss jedoch ein Mindestbeitrag von 60 Euro pro Jahr geleistet werden. Jeder Versicherungsnehmer, der einen Fördervertrag abschließt hat ein Recht auf die gleiche Förderung.
Bei dem Abschluss eines Fördervertrages kommt es immer auf die persönliche Lebenssituation des Versicherungsnehmers an. So sind zum Beispiel der Familienstand, die Anzahl der Kinder und das monatliche Einkommen von großer Bedeutung. Vor dem Abschluss sollten die verschiedenen Produkte der Riester-Rente einem Vergleich unterzogen werden, um zum einen eine optimale Altersvorsorge zu erhalten und zum anderen eventuell unnötige Mehrkosten zu vermeiden.

Gesetzlichen rente im Vergleich mit der Riesterrente

Aufgrund der zahlreichen Diskussionen um die gesetzliche Rente und deren Auswirkungen muss man ganz klar sagen, dass man es letztendlich drehen und wenden kann wie man möchte, sie reicht definitiv nicht aus. Denn geht man einmal mit aufmerksamen Augen durch die Straßen der eigenen Stadt, wird man feststellen, dass die wenigsten Rentner das Geld mit vollen Armen ausgeben oder sich mit schmückenden Accessoires bis auf die Unkenntlichkeit herausputzen. Vielmehr sieht man hier zahlreiche Rentner, die mit ihren Einkaufsrollwägen die Billig Discounter aufsuchen, um sich dort mit Lebensmitteln einzudecken.Auch die zahlreichen Angebote von Sozialeinrichtungen werden vermehrt genutzt, da viele Menschen älteren Jahrgangs sich schlichtweg aufgrund der geringen gesetzlichen Rente kein vernünftiges Leben mehr leisten können. Natürlich geht es auch vielen jungen Menschen so, doch im Vergleich zu den älteren Mitmenschen können diese ihr Dasein im Rentenalter noch entscheidend beeinflussen und mit Hilfe einer vorsorgenden Maßnahme wie der Riester Rente ihre Zukunft in andere Bahnen lenken. Angesichts der gegenwärtigen Situation muss man dies nahezu tun, denn man kann bedauerlicherweise sagen, dass sich die Prognosen für das Rentenalter und die Höhe der potenziellen gesetzlichen Rente sicherlich nicht gravierend ändern werden. Vorsorgende Maßnahmen wie beispielsweise die geförderte Riester Rente sind daher unabkömmlich, und so mancher heutige Rentner hätte diese Vorsorge damals vermutlich bei einer Verfügbarkeit sicherlich auch eingeleitet.

Dienstag, 28. Juli 2009

betriebliche Altersvorsorge

Das Prinzip der eigenen Altersvorsorge stützt sich in Deutschland zunehmend auf drei tragende Säulen. Zum einen gibt es die gesetzliche Altersvorsorge, die ergänz wird von der privaten Altersvorsorge und der betrieblichen Altersvorsorge. Die letzt genannte Option umfasst zumeist alle Leistungen der Alter- sowie der Invaliditätsversorgung sowie auch der Versorgung der Hinterbliebenen im Todesfall. Man kann die betriebliche Altersvorsorge als eine besonders attraktive Form der eigenen Absicherung für die eigene Zeit im Rentenalter betrachten.
Denn diese Vorsorge mutet mit zahlreichen Annehmlichkeiten auf, die man in vielen anderen privaten Absicherung nicht erfährt. So ist die betriebliche Altersvorsorge zumeist mit steuerlichen Vergünstigungen in Form von einer Senkung der Sozialabgeben verbunden. Denn die Abführung der Beiträge erfolgt unmittelbar nach dem Bruttolohn und schmälert diesen, woraus sich eine verringerte Berechnungssumme der gesetzlichen Abgaben ergibt.
Die betriebliche Altersvorsorge tritt in ihrem Erscheinungsbild zumeist in Form der Direktversicherung auf, oder in der Form des Kapitaldeckungsprinzips. Auch Pensionskassen und betriebliche Unterstützungskasse sowie Pensionsfonds gelten weithin als betriebliche Altersvorsorge. Welche Form der Arbeitnehmer letztendlich wählt, ist individuell von seiner Entscheidung abhängig, wenngleich viele Betrieb bestimmte Formen bevorzugen. Man kann jedoch sagen, dass eine betriebliche Altersvorsorge auch bei einem potenziellen Arbeitsplatzwechsel fortgeführt werden kann und auch die weitere Einzahlung bei Aufnahme einer Selbstständigkeit stellt zumeist kein gravierendes Problem dar. Aber wenn alle Stricke reichen, kann man ja immer noch die Vierzehn Nothelfer anrufen.

Montag, 27. Juli 2009

iesterrente vs Basisrente

Durch die Einführung der Riester Rente im Jahr 2002 will der Gesetzgeber erreichen, dass Arbeitnehmer dazu animiert werden etwas für ihre private Altersvorsorge zu tun. Anreiz dazu liefert die staatliche Förderung dieser Form der privaten Altersvorsorge. Die Riester Rente ist jedoch nicht allen zugänglich, Selbstständige und Freiberufler und Unternehmer werden nicht gefördert.
Um diese Lücke zu schließen, weil bekannt ist, dass auch Selbstständige und Freiberufler, sowie Unternehmer in der Regel kaum Möglichkeiten haben sich etwas fürs Alter zurück zulegen, und in der Regel auch nicht in die Gesetzliche Rentenversicherung einbezahlen und wenn nur einen Mindestbeitrag, wurde im Jahr 2005 die so genannte Basisrente eingeführt, die jedoch besser bekannt ist als Rürup Rente (benannt nach dem Ökonom und Wirtschaftsweisen Bert Rürup).
Wie auch die Riester Rente, so verfolgt auch die Rürup Rente das Ziel, dass sich mehr und mehr Mensch um eine private Altersvorsorge kümmern, denn allein von der Gesetzlichen Rente, wird die heutige mittlere Generation nicht leben können. Die Zahl der Beitragszahler wird in den kommenden Jahren und Jahrzehnten ohnehin weiter schmelzen, da nach dem Babyboom der späten 1950er Jahre Ende der 1960er Jahre der so genannte „Pillenknick“ einsetzte und es in Folge dessen in der heute mittleren Generation, den Hauptbeitragszahlern in die Gesetzliche Rentenkasse, ein Defizit an Beitragszahlern gibt. Die heute junge Generation würde sicherlich gerne ihren Beitrag dazu leisten, dass die Gesetzliche Rentenversicherung in Zukunft auch leistungsfähig bleibt, es gibt jedoch eine hohe Zahl von jungen Arbeitslosen. Die private Altersvorsorge – ob jetzt nach dem Modell der Riester Rente, oder der Basisrente – wird in Zukunft für alle als zweites Standbein für die private Altersvorsorge noch wichtiger werden, auch für diejenigen die einen Stern taufen lassen möchten.

Donnerstag, 23. Juli 2009

Riestern für jedermann

Angst und Panik macht sich bei den Arbeitnehmern in der Bundesrepublik Deutschland in den letzten Jahren immer mehr breit. Denn die Renten werden nicht für alle reichen und man wird den wohlverdienten Lebensabend nur mit einem geringen Teil der Rente, welche derzeitige Rentner erhalten, bekommen. Um diesem Problem entgegen zu wirken hat sich die Bundesregierung im Jahre 2000 / 2001 im Zusammenhang mit der Reform der gesetzlichen Rentenversicherung dazu entschlossen die Riester Rente einzuführen. Dabei handelt es sich um eine Rente welche privat vom Bürger finanziert wird. Dabei wird je nach Anbieter ein Banksparplan oder eine Fondsgebundene Rentenversicherung abgeschlossen.

Eine Rente nach Riester kann von jedermann beantragt werden der in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind. Dazu zählen Arbeitnehmer, Auszubildende, Arbeitssuchende und Studenten. Für Selbständige die sich für das Alter absichern wollen hat die Regierung die Rürup Rente entwickelt, welche für diese Berufsgruppe deutlich interessantere ist als die Riesterrente für den Bürger. Seit Einführung erfreut sich die private Altersvorsorge immer größerer Beliebtheit, da die Menschen in Deutschland durch die intensive Medienpresse auf das Problem mit dem Geld im Alter hingewiesen wurden. Aber es gibt auch gravierende Mängel an der Riesterrente welche von vielen Finanzexperten immer noch kritisiert werden. Die Regierung hat in den letzten Jahren zwar ständig Verbesserungen und Aktualisierungen in der Riesterreform durchgeführt aber es gibt immer noch einige Knackpunkte, so dass Finanzanalysten noch keine grundlegende Empfehlung dafür aussprechen. In den nächsten Jahren wieder die Regierung noch weitere Änderungen durchführen um dem deutschen Bürgern in den nächsten Jahren noch bessere Möglichkeiten bieten zu können sich für das Alter privat abzusichern. Ansonsten kann man noch in Modeschmuck invesiteren, um seine Altervorsorge zu sichern.